Schick Hybriden
Unter den Echinopsis
- Hybriden sind die Schick-Hybriden aus der Zucht von Dr. Robert Schick ein
besonderer Qualitätsstandard. Mit den großen farbintensiven, breit öffnenden
Blüten sind sie ein Blickfang für jede Sammlung. In vielen neuen
Hybridenkreuzungen sind die Gene der Schick-Hybriden ausschlaggebend für
gelungene Neuzüchtungen der letzten 10 Jahre. Pflanzen-Importverbot im Jahr ab
2001 für alle Kakteen aus den USA, machte es erforderlich, selbst eine
Vermehrungszucht aufzubauen. Anfrage bei Mr. John Trager
waren nicht erfolgreich. Er verwies darauf, die Pflanzen zu vermehren, die in
Europa in den Sammlungen stehen. Damit war die Notwendigkeit einer
Vermehrungszucht gegeben.
Vermehrung:
Das Ziel am Anfang der Vermehrung war die Sicherung
des Bestandes. Es mussten Dubletten für jede Pflanze nachgezogen oder zugekauft
werden. Dazu waren teilweise erhebliche finanzielle Mittel nötig.
Vermehrung wurde mittels Areolen Pfropfung
durchgeführt und auch auf Risiko und mit viel Herzklopfen geschnitten. Es tut
schon weh, die einzige Pflanze der Art zu schneiden und damit deren Verlust zu
riskieren. Ich habe einige Kopfstücke und auch Stümpfe durch Fäulnis eingebüßt,
hatte aber glücklicherweise nie den Verlust einer ganzen Art zu beklagen. In
früheren Jahren habe ich Pflanzen geschnitten, die eigentlich noch zu klein
waren. Ein Kaktus mit der Größe von 6 cm und dann noch halbieren, was bleibt da
übrig. Die Bedingungen beim Schneiden; es sollte warm und auch etwas sonnig
sein. Wichtig Klingen abflammen, vor jeden Schnitt desinfiziere ich das Messer
mit Brennspiritus, dann schneiden. Ich lasse den Schnitt in der Sonne
abtrocknen. UV-Licht wirkt bakterizid und fungizid, sozusagen desinfizierend.
Die Umluft im Freien sorgt für rasches Abtrocknen. Bei mir stehen die großen
Kopfstücke 3 Wochen zum Abtrocknen. Vorsicht bei Gewächshauspflanzen, die
verbrennen leichter.
Von KG Haage das
Bewurzelungspulver hat sich bei mir bewährt, auch zum Wundverschluss der
Schnittstellen.
Bewurzelungspulver = 4-(3-Indolyl)-Buttersäure. Damit werden die
Vermehrungsstümpfe und auch die Kopfstücke mit einem Pinsel behandelt.
Aus jeder Areole kann sich entweder ein Kindel oder
auch eine Blüte entwickeln. Dann ist die Areole
verbraucht. Ich sehe es jetzt, viele Stümpfe sind bei der geringen Größe und
auch den wenigen Areolen verbraucht und müssen durch
neue Jungpflanzen ergänzt werden. Dafür muss auch eine gewisse Zahl an Pflanzen
nachgezogen werden. Diese Pflanzen stammen meist aus den Kopfstücken.
Kopfstücke in gedämpfte Substraterde setzen. Ich gebe jetzt als obere Schicht
noch eine weitere Schicht mit Vogelsand mit Anis? Der Sand regt die Pflanze
besonders zur Wurzelbildung an und ist verhältnismäßig steril.